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Fotowalk Hafenmuseum

Fotofreunde Elmshorn
Veröffentlicht von Ralf Westfalen, Thorsten Rück in Fotowalk · 13 Juli 2019
Tags: hamburghafenfotowalkmuseumhafenmuseum
Es stand ein Fotowalk in die Hafengeschichte Hamburgs auf dem Programm.



Unser Fotofreund Ralf hat die Idee bis zur Reife verfolgt und alles so arrangiert, dass wir nur noch loslegen mussten. Wolfgang und Thorsten wurden von Ralf am Elmshorner Bahnhof abgefangen und dann mittels ÖPNV zum Bahnhof Veddel buchsiert. Von dort aus war es ein kleiner Fußmarsch, den wir aber problemlos geschafft haben. Im Museum im ehemaligen Freihafen der Stadt Hamburg trafen wir dann noch auf unsere beiden Tierfotografen Sonja und André, für die es sich hier um etwas ganz anderes handelte, denn normaler Weise lichten die beiden erfolgreich Tiere ab.

Sonja und André waren mit dem Auto angereist und hatten schon ein wenig das Gelände erkundet. Nach dem Eintrittskartenkauf bekamen wir einen Aufbacker - ganz so wie ein Stück Frachtgut. Damit konnten alle sehen: WIr haben bezahlt und durften hinein, in die am Kai liegenden Dampfschiffe usw.

Die Freunde der Hafenbahn fielen uns als erstes auf, da ihr alter Triebzug imposant am Haltepunkt stand und den Motor tuckern ließ. Bevor er uns davonfuhr, haben wir schnell noch Fotos gemacht.

Nicht weniger imposant ist das über 100 Jahre alte Kaiensembel, das denkmalgeschützt seinen Ursprung in der Kaiserzeit hat. Darauf befinden sich viele alte Kräne und noch Schienen der alten Hafenbahn. Auf ihnen stehen alte Wagons - ganz so wie früher. An der Kaimauer festgemacht haben ein alten Dampfbagger und ein alter Dampfkrahn - man kann förmlich die "gute alte Zeit" spüren, denn sie begegnet einem immer wieder. Einfach mal innehalten, die Gedanken schweifen lassen und sich überlegen, wie es hier früher wohl war. Das ist total schön, insbesondere dann, wenn man noch in der Lage ist ein paar Fotos zu erstellen.

Auf dem Kai kann man bis an die Spitze gehen und hat von hier aus einen Blick auf den Hafen und die neue Elbphilharmonie.  Wieder zurück am Anfang gibt es noch die Klappe, wo man sich eine kleine Stärkung kaufen kann. Denn nach dieser Stärkung wird es noch einmal stark: In der großen Halle ist alles von der Schiffskonstruktion (mein Opa war Schiffkonstrukteur bei Blohm und Voss hier im Hafen....memories...). Über Schiffsbautechniken bis hin zum Abwickeln der Stückgutfrachten wird hier alles in liebevoller Arbeit aufbereitet und dem Besucher erklärt, gezeigt und vorgeführt - eine sehr imposante Angelegeneheit, von der man viele Eindrücke mit nach Hause nimmt.

Den Abschluss unseres Fotowalks haben wir in einem kleinen italienischen Restaurant in Hamburg Veddel zelebriert. Danach ging es in der wegen des Schlagermoves völlig überfüllten Bahn wieder nach Hause - naja, Sonja und André wussten wohl, warum sie mit dem Auto kamen.

Danke, Ralf, für diesen wirklich megatollen Fotowalk!!! Er war absolut super.


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und nun Zeilen aus Ralfs Sicht:


Fotowalk Hafenmuseum
Anfang des Jahres haben wir uns bei einem Stammtisch darüber unterhalten, was man denn alles so anstellen kann in diesem Jahr. Da gab es eine Menge Vorschläge für Themen die wirklich interessant waren. Daraus wurden dann mittels Abstimmung einige ausgewählt .

Ich hatte nun das Glück, dass mein Vorschlag, ins Hamburger Hafenmuseum zu gehen angenommen wurde und ich selbstverständlich auch gleich gebeten wurde diesen Fotowalk auszuarbeiten.
Nach ein wenig Recherche und Terminfindung stand der 13. Juli für dieses Event fest. Das am gleichen Tag in Hamburg auch noch der Schlagermove stattfindet, sollte uns nicht stören.

Leider sind wir an diesem Tag doch nur zu fünft unterwegs gewesen. Naja, Pech für die anderen, was sie verpasst haben:
Das Wetter war viel besser als vorhergesagt, es war nicht zu warm, ein wenig bewölkt, aber auch sonnig. Mit der S-Bahn bis Hamburg Veddel, dann zu Fuß, ca. 1,5km zum Museum. Nachdem wir die Eintrittskarten gelöst hatten, haben wir uns geteilt. Das Gelände ist einigermaßen übersichtlich, man trifft sich dort immer wieder.

Da wir nun relativ früh vor Ort waren und das Wetter mitspielte haben wir uns als erstes um den Außenbereich gekümmert. Dort gibt es viel zu entdecken, Krane, Schienenanlagen, eine alte Eisenbahn, die sogar in Betrieb war. Man kann sich dort frei bewegen, auf die Steganlagen gehen und die Schiffe bzw. den Saugbagger auch von innen besichtigen. Die SCHAARHÖRN war ausgerechnet an diesem Wochenende ausgelaufen um am Hafenfest in Flensburg teilzunehmen.

Auch die Schuppen 51 und 51a haben einiges zu bieten. Neben handwerklicher Kunst und den zugehörigen Werkzeugen gibt es alles was zur Schifffahrt gehörte zu sehen und auch zum Anfassen. Stückgut, Behälter, Kaffee- und Kornsäcke, Hebezeuge, Karren, alte Waagen, Kassen und was weiß ich nicht alles. Wer dann genug hatte, konnte sich mit Kaffee und Kuchen oder auch einer Wurst an der historischen Klappe versorgen, Sitzplätze und eine Videovorführung luden ebenfalls zu einem Päuschen ein.

Nach ungefähr zweieinhalb Stunden waren wir dort fertig. Auf dem Plan stand nun noch bei einem Italiener in der Nähe des Veddeler Bahnhofs zu Mittag zu essen und uns ggf. noch das IBA Dock und/oder den Ballinpark anzuschauen. Nach dem Essen trennten sich allerdings unsere Wege, einige hatten noch weitere Verpflichtungen, einer wollte zum Schlagermove und ich bin noch dort geblieben und habe mir das IBA Dock angesehen und das Auswanderermuseum, allerdings nur von aussen. Das IBA Dock „Internationale Bau Ausstellung“ ist ein buntes containerartiges Gebäude auf einem Ponton, es war leider geschlossen.
Langsam zogen dicke, fette Wolken auf, es wurde nun auch für mich Zeit den Rückweg anzugehen.

Fazit:
Das Hafenmuseum ist eine lohnende Location in Hamburg, es war ein gelungenes Event, mit vielen schönen Motiven, tollen Leuten und gutem Essen. Ich werde dem Hafenmuseum in Zukunft öfter mal einen Besuch abstatten.




Wir freuen uns
auf Ihren Besuch - gerne auch auf dem Stammtisch.
© by kermyfilm

Der nächste Stammtisch findet am 10.07.2020 um 19 Uhr mit geladenen Gästen statt

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